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Komposition (Grammatik)
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Die Komposition (zu lateinisch compositio ‚Zusammensetzung‘) oder Wortzusammensetzung ist in der Grammatik ein Verfahren zur Bildung eines neuen Wortes durch die Verbindung bereits vorhandener Wörter, oder eigentlich WortstĂ€mme. Das zusammengesetzte Wort als Ergebnis dieses Verfahrens wird meist Kompositum genannt (Plural: Komposita), sonst auch Doppelwort oder ebenfalls (Wort-)Zusammensetzung.

Ein Kompositum, das als Ganzes ein Nomen (im Sinne von Substantiv) ergibt, wird zusammengesetztes Nomen oder Nominalkompositum genannt, in der Schulgrammatik zusammengesetztes Hauptwort. Dies ist im Deutschen der hÀufigste Typ; allerdings ist das Verfahren der Komposition als solches nicht auf eine bestimmte Wortart eingeschrÀnkt.

Die Komposition ist neben der Derivation (Ableitung) die wichtigste Art der Wortbildung. Sie ist neben der Entlehnung – die allerdings nicht als Wortbildungsart gilt – das wichtigste Mittel, um bei Bedarf den bestehenden Wortschatz zu erweitern. Die Bildung von Komposita fĂŒhrt zu Informationsverdichtung, da eine Bedeutung, die sonst eine syntaktische Konstruktion (Syntagma) aus mehreren Wörtern erfordern wĂŒrde, in einem einzigen Wort ausgedrĂŒckt werden kann. Die genaue Interpretation eines Kompositums aus seinen Bestandteilen hat prinzipiell großen Spielraum, so dass Komposita oft mehrdeutig sind. HĂ€ufig erwerben sie dann im Sprachgebrauch auch verengte Spezialbedeutungen oder die Bedeutung verschiebt sich insgesamt auf einen anderen Bereich, z. B. bei dem Wort „Kindergarten“ (dies sind FĂ€lle der Lexikalisierung).

Verschiedene Sprachen unterscheiden sich darin, wie die Struktur von Komposita aussieht und in welchem Ausmaß sie Komposition ĂŒberhaupt benutzen. Deutsch und Sanskrit sind Beispiele fĂŒr sehr kompositionsfreudige Sprachen. Alternativen zur Komposition mit gleichwertiger Bedeutung können feste syntaktische Verbindungen sein (wie oft im Französischen, etwa pomme de terre „Erdapfel“ = Kartoffel) oder Adjektivkonstruktionen (typisch fĂŒr die slawischen Sprachen).

Contents

‱ Begriff
‱ Schreibung
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Begriff

Die Begriffe „Grundwort“ und „Bestimmungswort“

In einfachen Darstellungen wird fĂŒr eine Komposition verlangt, dass die miteinander verbundenen Elemente Wörter sein sollen, also sonst selbstĂ€ndig vorkommen können.cite-ref-1[1] Beispiele:

‱ der Fußball (Substantiv) + das Stadion (Substantiv) → das Fußballstadion (Substantiv).
‱ die Abfahrt (Substantiv) + die Zeit (Substantiv) → die Abfahrtszeit (Substantiv).
‱ fahr(-en) (Verb) + der Gast (Substantiv) → der Fahrgast (Substantiv).

Das Rechtsglied wird dann auch als das Grundwort (Determinatum) des Kompositums bezeichnet, das Erstglied als sein Bestimmungswort (Determinans).cite-ref-0-2-0[2] Eine solche Einteilung, die sich auf „Wörter“ bezieht, erfasst die typischen FĂ€lle, jedoch verengt sie den Begriff der Komposition und schließt nicht alle infrage kommenden FĂ€lle ein. Eine allgemeine Definition der Komposition wird sich daher auf WortstĂ€mme beziehen (siehe den folgenden Abschnitt).

Komposition als Verbindung zweier WortstÀmme

Üblicherweise werden unter dem Begriff der Komposition alle Verbindungen einbezogen, deren Teile den gleichen Status wie der Wortstamm eines Inhaltsworts haben – auch wenn sie nicht selbstĂ€ndig als Wörter benutzbar sein sollten. Als Komposita zĂ€hlen somit auch Bildungen, die sogenannte Konfixe verwendencite-ref-3[3] wie in Biblio-thek oder Video-thek. Hier ist das Element -thek ein Konfix, d. h. kommt nicht frei vor, bildet aber einen Stamm fĂŒr die AnfĂŒgung von Flexionsendungen, wie in Videothek-en. Im Gegensatz zu einem Affix trĂ€gt es auch inhaltliche Bedeutung bei (hier etwa: „Verwahrungs- und Benutzungseinrichtung fĂŒr Medien“), es ist also ein lexikalisches Morphem. Konfixe als Erstglied eines Kompositums sind schwieriger nachzuweisen, aber beispielsweise das Erstglied in Schwieger-vater wird ebenfalls als Konfix, also nicht-freier Wortstamm, angesehen (wie auch in dem Wort verschwiegert; es ist allerdings kein fremdsprachliches Element wie die typischen Beispiele fĂŒr Konfixe).cite-ref-4[4] Ebenso ergibt sich dann Brombeere als Kompositum, wegen der Analogie zu Stachel-beere, auch wenn Brom- als Bezeichnung einer Pflanzenart weder frei noch irgendwo sonst gebunden vorkommt (ein „unikales Morphem“).

Komposition lĂ€sst sich somit allgemein definieren als die Verbindung zweier WortstĂ€mme, nicht zweier Wörter.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6] Diese Definition ist aus zwei GrĂŒnden prĂ€ziser: Zum einen sind, wie gesehen, unselbstĂ€ndige WortstĂ€mme zugelassen, wogegen Wörter immer frei stehen können. Zum anderen kann als Wort eine Einheit bezeichnet werden, die eine Flexionsform trĂ€gt; flektierte Wortformen sind jedoch innerhalb von Komposita normalerweise nicht möglich. Man sieht dies im obigen Beispiel fahr(-en) + Gast → Fahrgast: Das Kompositum kann nicht die Infinitivform benutzen wie: * Fahrengast. – Ein Wortstamm kann ebenso wie ein Wort in sich zusammengesetzt sein. Komplexe Zusammensetzungen wie Fahrgast+befragung sind also mit abgedeckt, wenn der Begriff der Komposition auf WortstĂ€mme aufbaut (Mehr dazu siehe im Abschnitt #Der innere Aufbau von Komposita).

Nicht korrekt ist daher eine Definition der Komposition als „Verbindung von zwei lexikalischen Morphemen“, auch wenn sich solche Formulierungen in der Lehrbuchliteratur öfters finden.cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]cite-ref-9[9] Beide Bestandteile, die bei einer Komposition zusammengefĂŒgt werden, können immer auch komplex sein, anstatt Morpheme zu sein. (Beispiel: Das Kompositum Fahrgastbefragung verbindet einen Stamm aus 2 lexikalischen Morphemen mit einem Stamm aus 1 lexikalischen Morphem (frag-) plus 2 grammatischen Morphemen). Zutreffend ist hingegen, dass Komposita daran erkannt werden können, dass zwei (oder mehr) lexikalische Morpheme irgendwo in ihrem Inneren zu sehen sind – dies sagt jedoch nichts darĂŒber, welche Einheiten auf welche Weise zu einem Kompositum verbunden worden sind.

Die Abgrenzung zwischen Komposition und Derivation

Zur Wortbildung zÀhlen sowohl Komposition als auch Derivation (Wortableitung). WÀhrend Komposition als Verbindung aus zwei StÀmmen definiert wurde, ist die Derivation eine Verbindung aus einem Stamm und einem Affix, wobei Affixe als grammatische, nicht lexikalische Elemente zÀhlen. In der Bezeichnung abgeleiteter Begriffe können aber manchmal beide Verfahren mit Àhnlichem Ergebnis benutzt werden, z. B. ist die Wortableitung EmpfÀnger in einer Lesart bedeutungsgleich mit EmpfangsgerÀt (einem Kompositum).

Die Unterscheidung zwischen Komposition und Derivation weist jedoch auch einen Übergangsbereich auf, und zwar sowohl was die Sprachgeschichte betrifft als auch die gegenwĂ€rtige deutsche Grammatik.cite-ref-bu-mann-2002-komposition-10-0[10] Dies liegt daran, dass ehemals selbstĂ€ndige Wörter, die in Komposita vorkommen, verblassen können und spĂ€ter als Derivationsaffixe aufgefasst werden.

Ein Beispiel fĂŒr einen historischen Übergang ist das heutige Wortbildungs-Affix lich, wie in feind-lich. Es geht zurĂŒck auf das althochdeutsche Wort lich = Körper, Gestalt (vgl. im heutigen Deutsch das Substantiv Leiche). Auf dieser Stufe wĂ€ren Konstruktionen mit lich demnach als Komposita aufzufassen. Im heutigen Deutsch besitzt -lich keinen Wortstatus mehr und ist vielmehr ein Affix. Es bildet keine Substantive wie das Ausgangswort Leiche, sondern Adjektive. Die inhaltliche Entwicklung verlief entsprechend von einer Bedeutung „Gestalt (wie 
)“ hin zu einer abstrakteren Funktion, etwa: „mit der Eigenschaft von 
“.cite-ref-11[11]

Im Gegenwartsdeutsch gibt es ebenfalls FĂ€lle von unsicherem Status zwischen Grundwort eines Kompositums oder Affix. Zum Beispiel wird in dem Handbuch von Fleischer & Barzcite-ref-12[12] das Element -wesen wie in Finanzwesen, Hochschulwesen, Gesundheitswesen als Suffix eingestuft, die genannten Bildungen seien also keine Komposition, jedoch ist das Substantiv Wesen in einer Bedeutung Ă€hnlich wie „Organismus“ darin noch erkennbar.

Ein hĂ€ufiger Fall sind auch Wortbildungen, in denen der erste Teil eines Kompositums eine BedeutungsverĂ€nderung erfĂ€hrt, die in Richtung einer reinen Bewertung fĂŒhrt (eine expressive Bedeutung). Beispiele sind: Riesenproblem, Bombenerfolg, Traumurlaub. Sie werden teilweise Halbaffixe, meist aber Affixoide genannt. Diese Bildungen beziehen sich nicht wörtlich auf Riesen, Bomben oder TrĂ€ume, wenngleich Metaphern, die auf diesen Wörtern basieren, beteiligt sind.cite-ref-13[13] Affixoide sehen aus wie Wörter, verhalten sich aber wie Affixe. Sie treten vorn an ein Nomen oder Adjektiv und haben eine verstĂ€rkende, intensivierende Funktion, meist stilistisch-emotional (PrĂ€fixoide: Affentheater, Bombenstimmung, Sauwut, saumĂŒde, schweineteuer), teilweise lediglich steigernd (Hauptmahlzeit, ĂŒbereifrig, hochmodern). In dieser Bedeutung kommen sie nur gebunden vor. Sie unterscheiden sich von Komposita aufgrund dieser Semantik und weil sie den Wortakzent verlieren, gleichzeitig aber reihenbildend auftreten. Sie treten hinten an ein Nomen mit meist kollektiver Bedeutung (Suffixoide: Ölzeug, Flechtwerk, Fachkraft) oder an ein Adjektiv (salzarm, scheinfrei, familienfreundlich). Der Begriff ist nach einigen Jahren intensiver Diskussion mittlerweile gut etabliert, teils weil es fĂŒr zahlreiche Sprachen Dokumentationen gibt,cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]cite-ref-17[17]cite-ref-18[18]cite-ref-19[19] teils weil im Rahmen neuerer AnsĂ€tze wie der Konstruktionsgrammatik eine Entscheidung zwischen Derivation oder Komposition obsolet geworden ist.cite-ref-20[20]

Endozentrische und Exozentrische Komposita

Kompositionen können rekursiv aufgebaut werden. Dabei kann ein Kompositum selbst auch wieder ein Teil eines neueren noch komplexeren Kompositums werden. Wenn beispielsweise die zwei Nomen „Dampf“ und „Schiff“ miteinander durch Komposition verbunden werden, entsteht das Wort „Dampfschiff“. Dieses kann in einem weiteren Kompositionsprozess durch das Nomen „Fahrt“ ergĂ€nzt werden, sodass „Dampfschifffahrt“ entsteht.

Typen von Komposita und deren Bedeutung

Komposita können anhand des Frege-Prinzips unterschieden werden: Falls die Bedeutung des Gesamtwortes sich vollstÀndig aus seinen Einzelteilen ergibt, handelt es sich um ein endozentrisches Kompositum, sonst um ein exozentrisches Kompositum.

Endozentrisches Kompositum

Die Bedeutung eines endozentrischen Kompositums lÀsst sich aus der Bedeutung seiner Bestandteile errechnen. Es hat einen semantischen Kopf: Eines der beiden freien Morpheme, aus denen das Kompositum besteht, vererbt seine semantischen Merkmale an das Kompositum weiter. Das Kompositum trÀgt also die Gesamtbedeutung in sich.

Beispiele fĂŒr endozentrische Komposita sind „KĂŒchenstuhl“, „Buchladen“ und „Wasserflasche“.

Der semantische Kopf steht im Deutschen immer rechts. Somit handelt es sich bei dem Kompositum „Buchladen“ um einen Laden, nicht um ein Buch.

Endozentrische Komposita lassen sich auch noch in ihrer Rolle des Erstgliedes in Bezug auf das Zweitglied unterscheiden.

Kopf-Modifikator-Komposita: Bei diesen Komposita wird der Kopf, also das rechtsstehende Glied, durch das erste modifiziert, also nĂ€her beschrieben. Das Erstglied ist somit sozusagen eine Unterart des Zweitglieds. Ein Beispiel hierfĂŒr wĂ€re die Katzentoilette. Dieses Kompositum hat den Kopf Toilette und wird durch das erst Glied Katze nĂ€her beschrieben. Bei dieser Komposition handelt es sich also um eine Unterart von Toiletten, welche speziell fĂŒr Katzen ist.

Kopulative Komposita: Bei diesen Komposita ist das Kompositum eine Schnittmenge, die von den beiden Gliedern beschrieben werden. Ein Beispiel fĂŒr solch ein Kopulatives Kompositum ist taubstumm. Jemand, der die Eigenschaft hat taubstumm zu sein, ist somit gleichermaßen taub als auch stumm.

Synthetische Komposita: Bei diesen Komposita ist das Zweitglied ein Nomen, welches aus einem Verb abgeleitet wurde. Dieses bezeichnet man als deverbales Nomen. Es kann zum Beispiel ein Nomen wie „Fahrer“ aus dem Kompositum „Taxifahrer“ sein, welches aus dem Verb „fahren“ abgeleitet wurde und das Zweitglied des Kompositums bildet. Das Erstglied solcher Komposita verhĂ€lt sich wie ein Argument des Verbes, das im Zweitglied enthalten ist.cite-ref-21[21]

Exozentrisches Kompositum

Die Bedeutung exozentrischer Komposita ergibt sich nicht aus seinen Teilen (Morphemen). Exozentrische Komposita erhalten ihre Gesamtbedeutung also von außen. Sehr hĂ€ufig ist dies bei der Bezeichnung von Personen der Fall.cite-ref-1-22-0[22]

Beispiele fĂŒr exozentrische Komposita sind „Angsthase“, „HoffnungstrĂ€ger“ und „Jammerlappen“.

Ein „Angsthase“ mĂŒsste dem Kopf nach ein „Hase“ sein. Dass es sich stattdessen um einen Ă€ngstlichen Menschen handelt, ergibt sich nur „von außen“ durch Weltwissen.

Der innere Aufbau von Komposita

„Kopf“ und „Kern“ bei der Komposition

→

Hauptartikel

:

Kopf (Grammatik)

Der Kopf einer Konstruktion ĂŒbertrĂ€gt seine semantischen und grammatischen Eigenschaftencite-ref-0-2-1[2] auf das ganze Wort und steht beim Kompositum im Deutschen (und anderen germanischen Sprachen) in der Regel rechts außen (man sagt daher, das Kompositum sei rechtsköpfig). Bei Determinativkomposita (siehe im Abschnitt „Kompositionstypen“) wird der Kopf auch als das Determinatum bezeichnet. FĂŒr eine ausfĂŒhrliche Darstellung mit Beispielen von Komposita siehe den Hauptartikel.

Fuge und Fugenelement (im Deutschen)

→

Hauptartikel

:

Fugenlaut

Die Nahtstelle zwischen den WortstÀmmen, die die Glieder eines Kompositums bilden, wird Fuge oder Kompositionsfuge genannt. Diese kann durch ein spezielles Fugenelement gekennzeichnet sein.cite-ref-k-rschner-2003-s70-23-0[23]

Als Fugenelemente erscheinen im Deutschen hauptsĂ€chlich -(e)s-, -e-, -(e)n- und -er- wie in Liebeslied, nötigenfalls, Wartezimmer und gewissermaßen. Die Fugenelemente im Deutschen sind aus Flexions­endungen oder andernorts geschwundenen Teilen des Wortstamms entstanden, wurden aber spĂ€ter zusĂ€tzlich auch in Analogie dazu gebildet. Man unterscheidet „paradigmatische Fugenelemente“, d. h. Laute oder Lautverbindungen, die dem Flexionsparadigma des Erstglieds entsprechen, z. B. Genitiv-/Plural-Morphologie (Geistesblitz, Geisterfahrer, Autorenhonorar) und unparadigmatische Fugen, die nicht zum Flexionsparadigma des Erstglieds gehören, z. B. Liebesbrief, Mausefalle.cite-ref-24[24] Auch bei Ă€ußerlicher Gleichheit zĂ€hlen Fugenelemente jedoch in keinem Fall als Flexion, da sie keine grammatischen Merkmale ausdrĂŒcken. Sie erfordern also keine Ausnahme zu der Regel, dass im Inneren von Komposita keine Flexionsformen vorkommen.

VollstĂ€ndige Regeln fĂŒr ihr Auftreten gibt es nicht. Ein regelmĂ€ĂŸiges Muster ist, dass bestimmte Derivations-Suffixe das AnhĂ€ngen eines Fugen-s verlangen, wenn sie das Erstglied des Kompositums abschließen, so etwa bei -keit, -heit, -schaft, -ung, -ut, -ion, -itĂ€t, -tum.

Beispiele
Freiheitsliebe; LandschaftsgÀrtnerin; Meinungsbildung, Komposition-s-fuge
Ausnahme ohne Fugen-s
Stellungnahme.

Komplexe Komposita

Wenn ein Kompositum als Verbindung zweier StÀmme definiert wird, kann jeder beteiligte Stamm in sich zusammengesetzt sein. Es kann also wiederum ein Kompositum als Erst- oder Zweitglied auftreten oder jede andere Art von Wortbildung enthalten sein. Damit entsteht in der Komposition eine Möglichkeit der Rekursion, wie sie sonst eher der Syntax zugesprochen wird.

Beispiele:

‱ Töpfereibetriebseröffnung = {Töpfereibetrieb} + {s} + {Eröffnung}. Rechtsglied: (die) Eröffnung ist der Kopf und macht das ganze Wort zu einem Femininum.
‱ Töpfereibetrieb = {Töpferei} + {Betrieb} (wiederum Komposition)

Wortbildungsmorpheme wie das -ei in Töpferei sind hier zwar als Bestandteil im Inneren des Erstglieds sichtbar, sind aber als solche nicht am Vorgang der Komposition beteiligt. Die Ableitung von Töpferei letztlich aus Topf ist ein Wortbildungsprozess, der insgesamt zur Bildung eines komplexen Wortstamms Töpferei fĂŒhrt:

‱ Töpferei = {Töpfer} + {-ei} (Derivation mit Sufix {-ei})
‱ Töpfer = {Topf} + {-er} (Derivation mit Suffix {-er})

Nur der so gebildete komplexe Wortstamm Töpferei als ganzer wird jedoch von der Kompositionsregel in der Bildung Töpferei+betrieb benutzt. Die Struktur des komplexen Kompositums ist also folgendermaßen darzustellen: [[Töpferei betriebs] eröffnung]. Dabei ist die innere Struktur der komponierten StĂ€mme nicht berĂŒcksichtigt, dies ist Sache eines weiteren Analyseschritts. Die Struktur bedingt die Interpretation der Komposita; so ist ein [Stadt [planungs bĂŒro]] etwas anderes als ein [[Stadt planung]s bĂŒro].

Kompositionstypen

In der Sprachwissenschaft werden verschiedene Typen und Arten von Komposita unterschieden.

Herkömmliche Typisierung

Herkömmlich werden Komposita (XY) nach semantischen Kriterien typisiert als:

‱ Determinativkompositum (Tatpurusha): X bestimmt Y nĂ€her, z. B. um Baum nĂ€her zu klassifizieren, wird das Kompositum Apfelbaum gebildet, das eine Kasusrelation vertritt (meist den Genitiv, d. h. „Baum des Apfels“, aber auch Todesangst „Angst vor dem Tode“, Weltschmerz „Schmerz ĂŒber die Welt, bzw. den Zustand der Welt“)
‱ Kopulativkompositum (Karmadharaya): X ist ein PrĂ€dikat von Y und daher mit ihm semantisch gleichwertig, z. B. sĂŒĂŸ-sauer = „eine SĂ€ure, die auch sĂŒĂŸ ist“ oder Großkönig „ein König, der groß ist“
‱ Rektionskompositum: X bestimmt Y nĂ€her, wobei X sich wie eine ErgĂ€nzung verhĂ€lt, die vom Grundwort verlangt wird, wie bei einem grammatischen Objekt, das von einem Verb regiert wird, z. B. Frauenkenner, Autofahrer
‱ Possessivkompositum (Bahuvrihi): X bestimmt Y nĂ€her, wobei XY nicht das Benannte Y ist, sondern pars-pro-toto fungiert, z. B. Glatzkopf, d. h. „einen Kopf mit Glatze aufweisend“, RotkĂ€ppchen „d.h. ein rotes KĂ€ppchen besitzend(es MĂ€dchen mit diesem Namen)“. In einigen Sprachen (wie dem Altgriechischen) ist das Ergebnis in der Regel ein Adjektiv, z. B. ῄοΎοΎΏÎșÏ„Ï…Î»ÎżÏ‚ rhododaktylos „rosenfingrig, d.h. Finger wie Rosen aufweisend“ (bei Homer als Eponym von Eos, der Göttin der Morgenröte).cite-ref-25[25]

Die semantische Unterscheidung der Komposita wurde innerhalb der Sanskrit-Grammatik entwickelt, in der es einen weiteren Kompositionstyp gibt, der im Deutschen nicht existiert:

‱ Koordinativkompositum (Dvandva): X und Y werden parataktisch verbunden und bilden eine semantische Einheit, z. B. à€źà€Ÿà€€à€Ÿà€Șà€żà€€à€°à„Œ mātā-pitarau: wörtl. „Mutter-VĂ€ter“ = „Mutter und Vater, Eltern“

Beim Determinativkompositum bestimmt (determiniert, spezifiziert) ein Wortglied das andere. Possessivkomposita und Rektionskomposita werden dabei als Unterformen von Determinativkomposita verstanden.cite-ref-26[26]

Typenbildung nach Jacob oder Wilhelm Grimm

WĂ€hrend die Typenbildung in Determinativ-, Possessiv- und Kopulativkomposita als synchronisch qualifiziert wird,cite-ref-bu-mann-2002-kompositum-27-0[27] hat Grimm unter historisch-genetischem Aspekt echte/eigentliche Komposita durch Juxtaposition, Kasuskomposita (uneigentliche/unechte Komposita) und verdunkelte („versteinerte“) Zusammensetzungen unterschieden.cite-ref-28[28]

Typisierung nach den beteiligten Wortarten

Die unmittelbaren Konstituenten eines Kompositums können unterschiedlichen Wortarten angehören. „Fast alle Wortarten können miteinander kombiniert werden.“cite-ref-29[29] Es gibt „grundsĂ€tzlich keine EinschrĂ€nkungen.“cite-ref-30[30] Allerdings kann ein Kompositum auch einer Wortart angehören, die keines seiner Bestandteile hat. So sind Zusammensetzungen mit PrĂ€positionen als zweitem Glied ĂŒblicherweise selbst keine PrĂ€positionen („nebenan“).

Beispiele:cite-ref-31[31]

| 1.\2. Bestandteil | Substantiv | Verb | Adjektiv | Adverb | PrÀposition |
|---|---|---|---|---|---|
| Substantiv | Wort+bildung | seil+tanzen | blitz+schnell | fluss+abwÀrts | berg+auf |
| Verb | Koch+topf | dreh+bohren | klopf+fest | Tauge+nichts | Reiß+aus |
| Adjektiv | Blau+helm | rein+waschen | hell+gelb | rund+weg | rund+um |
| Adverb | Wieder+wahl | davon+laufen | immer+grĂŒn | immer+fort | außen+vor |
| PrÀposition | Gegen+satz | wider+sprechen | vor+laut | vor+weg | neben+an |

Weitere Beispiele:

‱ (Substantiv + Substantiv; N+N-Komposita): „Fuge+n+element“
‱ ((Adjektiv + Substantiv) + Substantiv): „Breit+maul+frosch“; „DĂŒnn+brett+bohrer“
‱ (Pronomen + (Verb/Partizip + Substantiv)): „All+heilmittel“, „Ich+bewusstsein“
‱ (Partizip + Substantiv): „Bedeckt+samer“, „Lebend+gewicht“

Komposita kann man auch nach der Wortart der Kopfkonstituente einteilen in:cite-ref-bu-mann-2002-kompositum-27-1[27]

Substantivkomposita (Nomenkomposita, Nominalkomposita)
„Renn+wagen“
Adjektivkomposita
„himmel+blau“
Verbkomposita
„zusammen+setzen“
Adverbkomposita
„fluss+abwĂ€rts“

SonderfÀlle

ZusammenrĂŒckungen

Bei den ZusammenrĂŒckungen werden mindestens zwei Wörter nach den Regeln der Syntax gebildet und als ein einziges Wort aufgefasst. Die Wörter werden also, so wie sie sind, zusammengerĂŒckt. Als Folge davon können ZusammenrĂŒckungen in ihrem Inneren auch Spuren von Flexion der beteiligten Wörter enthalten. Im Gegensatz zu den Komposita bestimmt die zweite Komponente nicht die Wortart des ganzen Ausdrucks (Vergissmeinnicht, Taugenichts, Tunichtgut, Nichtsnutz). Außerdem kommen in Komposita sonst keine Flexionselemente vor.cite-ref-32[32]cite-ref-33[33]cite-ref-34[34]

Siehe auch

:

Synapsie

Autokomposita, Iterativkomposita

Es gibt eine schwach produktive Wortbildungsart, bei der durch Doppelung eines Wortes ein Kompositum gebildet wird.cite-ref-35[35] Eine Grundform stellt das sogenannte Autokompositum (Selbstkompositum) dar. Dass und wie Selbstkomposita interpretierbar sind, hat GĂŒnther in Experimenten nachgewiesen.cite-ref-36[36] GelĂ€ufige Beispiele sind Helfershelfer, Kindeskind, Zinseszins, die als Genitivkonstruktionen Helfer der Helfer etc. interpretiert werden können.cite-ref-37[37] Andere Beispiele dienen unter anderem der Hervorhebung/Intensivierung, z. B. Film-Film, graugraue Hemden.

Gelegentlich wird dabei der anlautende Konsonant variiert, hÀufiger aber der Stammvokal des Ausgangswortes.

Beispiele
Konsonantenvariation/Reimdoppelung: Schickimicki, larifari;
hÀufiger ist Vokalvariation/Ablautdoppelung: Mischmasch, Wirrwarr, Schnickschnack.

Diese Beispiele werden oft nicht als Komposita, sondern als FÀlle von Reduplikation analysiert. Dazu gehören auch Onomatopoetika wie Kuckuck, Tamtam, Wauwau, da sie nicht aus Wörtern gebildet, sondern lautmalerisch urgeschöpft werden.cite-ref-38[38]

Phrasenkomposita

In Phrasenkomposita besteht das Erstglied nicht aus einem Wortstamm, sondern aus einem ganzen selbstÀndigen Ausdruck. Meistens handelt es sich dabei um einen mehr oder weniger gelÀufigen Ausdruck:

seine Alles-oder-nichts-Haltung, die Wer-war-das-Frage

Wiese analysiert solche Komposita als die Verwendung von Zitaten innerhalb der Komposita.cite-ref-39[39] Das Argument dafĂŒr ist, dass auch Elemente aus ganz anderen Zeichensystemen, z. B. aus fremden Sprachen, in Phrasenkomposita vorkommen können:

diese Rien-ne-va-plus-Behauptung, das @-Zeichen, die No-future-Jugendlichen

Schreibung

Deutsche Rechtschreibung

In der deutschen Orthografie werden Komposita heute in der Regel zusammengeschrieben. Eine Alternative ist die Trennung der einzelnen Kompositumsbestandteile voneinander mit Bindestrich.

Eine Schreibung mit Bindestrich ist vorgesehen bei Komposita mit Einzelbuchstaben (S-Kurve), AbkĂŒrzungen (Fußball-WM), Ziffern (100-prozentig), fremdsprachlichen Bildungen (Make-up). Auch zur Vermeidung von MissverstĂ€ndnissen oder Leseschwierigkeiten kann ein Bindestrich verwendet werden. So kann das schwer lesbare Wort Reihensechszylinderwirbelkammervierventilturbodieselmotor auch Reihen-Sechszylinder-Wirbelkammer-Vierventil-Turbo-Dieselmotor geschrieben werden, niemals aber mit Leerzeichen. Ein Leerzeichen in einem Kompositum ist in jedem Fall unzulĂ€ssig.

Englische Rechtschreibung

Im Englischen werden Komposita fĂŒr gewöhnlich mit Leerzeichen geschrieben, aber deren Bestimmungswörter werden mit Bindestrich kombiniert, wenn sonst das VerstĂ€ndnis beeintrĂ€chtigt wĂ€re. Dies betrifft besonders Kombinationen von Zahlen und Substantiven, aber auch Kombinationen aus anderen Wortteilen.

Traditionell wurden auch viele zweiteilige Komposita mit Bindestrich geschrieben, aber heutzutage werden sie zunehmend entweder getrennt oder zusammengeschrieben, besonders im amerikanischen Englisch. Traditionell wurden neue Begriffe wie homepage erst lange home page geschrieben, erst viel spÀter home-page und nur selten und nach langer Etablierung als homepage.

Der Reihen-Sechszylinder-Wirbelkammer-Vierventil-Turbo-Dieselmotor wÀre auf Englisch also theoretisch ein inline six-cylinder swirl chamber four-valve turbodiesel engine. Im Englischen sind jedoch Komposita mit mehr als vier Teilen verpönt; selbst vierteilige werden wenn möglich mit of oder anderen PrÀpositionen umformuliert, z. B. four-valve turbodiesel engine with (an) inline six-cylinder swirl chamber.

Quantitative Aspekte

Verschiedene quantitative Überlegungen lassen sich zu Komposita anstellen.cite-ref-40[40] Eine geht der Frage nach, aus wie vielen Lexemen Komposita zusammengesetzt sind und wie hĂ€ufig die verschieden langen Komposita vorkommen.cite-ref-41[41] Eine weitere gilt der Frage, aus Wörtern welcher Wortart die Komposita zusammengesetzt sind. Dazu hat Gnatchuk Untersuchungen an Komposita in englischen Prosa-Textencite-ref-42[42] sowie in englischen wissenschaftlichen Texten durchgefĂŒhrt.cite-ref-43[43] Weitere Untersuchungen galten den Komposita in einem deutschsprachigen Fachbuch ĂŒber Wirtschaftsinformatikcite-ref-44[44] und denen in BĂŒchern zur Computerwissenschaft im Ukrainischen.cite-ref-45[45] Die Mittel, mit denen die Übergangsstelle zwischen Kompositionsgliedern gestaltet wird, sind ein zusĂ€tzliches Thema Gnatciucs & Gnatchuks am Beispiel eines Buches ĂŒber Wirtschaftsinformatik.cite-ref-46[46] Noch ein anderer Aspekt besteht darin, dass kĂŒrzere Wörter mehr an der Bildung von Komposita beteiligt sind als lĂ€ngere.cite-ref-47[47] In all diesen FĂ€llen konnte gezeigt werden, dass die beobachteten VerhĂ€ltnisse mathematischen Modellen genĂŒgen.

Siehe auch

‱ Kofferwort

Literatur

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Weblinks

Wiktionary: Determinativkompositum

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Wiktionary: Komposition

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Wiktionary: Kopulativkompositum

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Wiktionary: Zusammensetzung

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Wortbildung I: Komposition, TU Berlin > FakultĂ€t I > Institut fĂŒr Sprache und Kommunikation
‱ Komposita – zusammengesetzte Wörter – aus Verben und Substantiven, die neue Adjektive ergeben (Memento vom 15. MĂ€rz 2008 im Internet Archive)

Einzelnachweise

(Kurzzitate beziehen sich auf die Titel in der obigen Literaturliste)

cite-note-11. ↑ So z. B. Duden: Rechtschreibung und Grammatik – leicht gemacht. 2007, S. 126.
cite-note-0-22. ↑ Alja Lipavic OĆĄtir, Beat Siebenhaar, Elke Hentschel, Gabriela Perrig, Jeroen Van Pottelberge, Korakoch Attaviriyanupap, Klaus Peter, Michael SchĂŒmann, Petra Maria Vogel, Rolf Thieroff, Stefan Bogner, Sibylle Reichel: Deutsche Grammatik. Hrsg.: Elke Hentschel. De Gruyter, Berlin 2010, ISBN 978-3-11-022902-8.
cite-note-33. ↑ So auch Duden, Die Grammatik. 7. Auflage. 2005, Rn. 1002.
cite-note-44. ↑ Zu Konfixkomposita insgesamt Fleischer & Barz 2012, S. 111ff. und S. 172ff.
cite-note-55. ↑ Siehe z. B. Martin Haspelmath: Understanding Morphology. First Edition. Arnold, London 2002, S. 86f.
cite-note-66. ↑ So auch: Verzeichnis grundlegender grammatischer FachausdrĂŒcke. (Handreichung fĂŒr die Kultusministerkonferenz). Leibniz-Institut fĂŒr Deutsche Sprache, Mannheim 2020, doi:10.14618/kmk gra fachausdruecke 2020, S. 25: „6.1 Komposition“.
cite-note-77. ↑ FĂ€lschlich so auf S. 23 und S. 25 in E. Hentschel & H. Weydt: Handbuch der deutschen Grammatik. 5., ĂŒberarbeitete Auflage. De Gruyter, Berlin 2021. Anders wiederum auf S. 184: „ein zusammengesetztes Substantiv besteht aus zwei lexikalischen Bestandteilen (die ihrerseits wiederum zusammengesetzt sein können)“.
cite-note-88. ↑ Albert Busch, Oliver Stenschke: Germanistische Linguistik. Eine EinfĂŒhrung. 3. Auflage. Narr, TĂŒbingen 2014, S. 95: „Bei der Komposition werden zwei lexikalische Morpheme miteinander verbunden“.
cite-note-99. ↑ Unklar ist in dieser Hinsicht die Definition der Komposition als „VerknĂŒpfung von mindestens zwei Morphemen zu einem Wort“ (wĂ€hrend auf der nachfolgenden Seite die Möglichkeit komplexer Bestandteile genannt wird) in Sascha Michel: Morphologie. (= Narr starter). Narr/Francke/Attempto, TĂŒbingen 2020, S. 60f.
cite-note-bu-mann-2002-komposition-1010. ↑ Hadumod Bußmann (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0 (Komposition).
cite-note-1111. ↑ NĂŒbling & al.: Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. 2017, S. 93.
cite-note-1212. ↑ Fleischer & Barz (2012), S. 231 (siehe Literaturliste).
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cite-note-2828. ↑ Einzelheiten bei Hadumod Bußmann (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0 (Komposition).
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